Trotz Wohnungsmangel Leerstand in Norderstedt

Bei einem Rundgang über den Falkenberg stellte der Stadtvertreter Jürgen Lange SPD fest, dass in einigen Mehrfamilienhäusern diverse Wohnungen nicht vermietet sind. Auf Nachfrage bei Bewohnern wurde Herrn Lange erklärt, dass die Wohnungen schon lange leer stehen und nicht wieder neu vermietet werden sollen. Bei den jetzigen, noch, Bewohnern wartet der Vermieter augenscheinlich darauf, dass sie schnellst möglich ausziehen. Eine ältere Bewohnerin sagte „ solange ich lebe, ziehe ich hier nicht aus“. Eine andere jüngere Bewohnerin: „ Ich weiß, dass wir ausziehen sollen, ich mache dieses aber nur, wenn mir mein Vermieter eine günstigere Wohnung in ähnlicher Wohnlage anbietet, schließlich habe ich Anteile an der Genossenschaft“. Hintergrund dieses Wohnungsleerstandes ist, dass die Wohnungsbaugenossenschaft Adlershorst, schon seit Jahren, einen Wohn- und Geschäftsblock am Exerzierplatz und zwei weitere Wohnblocks zwischen den Straßen Heidestieg und Finkenried abreißen will, um dort neuer und größer zu bauen. Zur Zeit stehen deshalb rund  30 Wohnungen, zum Teil schon seit Jahren, leer.  In einer Situation, in der bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird und viele Wohnungssuchende eine angemessene Wohnung kaum bezahlen können, ist das Verhalten der Genossenschaft nicht akzeptabel. Gerade von einer Genossenschaft sollte man erwarten, dass sie für ihre Mitglieder ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum anbietet. Durch das langjährige Herausnehmen von bezahlbaren Wohnungen aus der Vermietung wird das Angebot bewusst verringert und die Mieten künstlich erhöht. Nicht nur in den Frauenhäusern leben Mütter mit ihren Kindern und warten darauf, eine geeignete Wohnung zu finden, und hier stehen Wohnungen jahrelang ungenutzt leer. Wo bleibt die soziale Verantwortung?

 

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